Unsere sechs Monate zum Erfolg

Freitag, 25. Mai 2012

Leiden für die Gelittenen

In der Aufnahmephase fand ein gemeinnütziges Gruppenprojekt statt. Diesmal halfen die Joblinge der Städtische Altenpflegeheime Leipzig gGmbH, kurz SAH. Die Gruppen wurden einerseits zu Garten- und andererseits zu Bauarbeiten eingeteilt.

Ich fand mich auf der Baustelle wieder, welche verständlicherweise eine Männerdomäne darstellte, dabei ist die Bauarbeit mitnichten meine Stärke. Stattdessen zeichne ich mich eher durch zwei linke Hände aus, aber trotzdem gab ich mein Bestes.
Auf der Baustelle konnten wir uns für einen von zwei Arbeitsbereichen entscheiden. Entweder dem Straßenabriss oder dem Verputzen einer Mauer. Ich entschied mich für die Mauer. Meine persönliche Klagemauer.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich über die zwei Tage über meine Schmerzgrenze gehen musste, da ich körperlich zu dem Zeitpunkt sicherlich nicht in Bestform war.
Die Teamarbeit mit Benny lief fließend und nach kurzer Zeit war sie sogar wortlos ausführbar. Dadurch war es ein angenehmes Arbeiten. Wir haben uns gegenseitig geholfen und auch gute Fortschritte erzielt. Unser Ergebnis war letztendlich durchaus vorzeigbar, wenn man bedenkt, dass wir insgesamt nur zu dritt an der Wand gearbeitet haben. Die Jungs vom Abriss sind auch sehr schnell vorangekommen und haben die Erwartungen vollends erfüllt.

An den zwei Tagen habe ich eine Menge gelernt, vor allem über mich selbst. Dank meiner wenig produktiven Phase vor den Joblingen hatte ich nicht den Eindruck überhaupt in der Lage zu sein meine Leistungsgrenze auszureizen.
Außerdem war Teamarbeit normalerweise nie meine Stärke. Ich habe an den Tagen dann gelernt auch Hilfe von anderen anzunehmen und nicht immer alles auf eigene Faust machen zu wollen. Ich wurde endlich wieder offener gegenüber anderen und war vor allem abends mit mir selbst zufrieden. Ein Gefühl, welches ich schon lange nicht verspürt hatte.

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