Dort sollten wir einen Einblick in die Ausbildungsberufe des Handwerks bekommen, die Betonung liegt auf "sollten".
Es gab nämlich ein Problem. Aufgrund des Aktionstages der Lehrstellen am darauffolgenden Tag war ein Gros der Werkstätten geschlossen, sodass wir nur noch zu vereinzelten Berufen Informationen erhielten.
Für mich war der Tag nicht von sonderlich großem Nutzen, da ich mich nicht im Handwerk sondern im Handel sehe und es für mich halt nur eine Besichtigung war. Wir sahen trotzdem einige Bereiche wie die Schweißer, die Hydraulik- und Pneumatik oder auch den Maurerbereich.Da es nur kaum Einblicke gab, war die Meinung der Gruppe auch nicht sonderlich positiv. Allerdings gab es auch interessante Informationen, wie z.B. das mögliche Studium als Hauptschulabsolvent mit dem Umweg über der Ausbildung zum Gebäudereiniger. Das fand ich tatsächlich hochinteressant und ich war davon auch sehr überrascht. Allerdings ist der Wunsch Gebäudereiniger zu werden bei den wenigsten ausgeprägt.
Insgesamt ist das Handwerk schon ein interessanter Wirtschaftszweig, da er viele unterschiedliche Berufsfelder anbietet und eine Menge theoretisches als auch praktisches Wissen vermittelt.
Dementsprechend verließen wir das BTZ mit gemischten Gefühlen.
Des Samstags waren auch wir Joblinge auf dem Aktionstag der Lehrstellen unterwegs. Wir hatten den Arbeitsauftrag uns bei mindestens drei Firmen bzw. Berufsfeldern über Praktikums- und Ausbildungsangebote zu informieren. Es gab allerdings nicht für jeden etwas zu entdecken. Einige Berufsfelder wurden nicht abgedeckt und viele Betriebe hatten auch keine Ausbildungsplätze für dieses Kalenderjahr zur Verfügung, was wiederum ein wenig die Motivation drosselte.
Trotzdem bekam ich dadurch gute Einblicke und Informationen. Mein Berufswunsch änderte sich an dem Tag auch ein wenig. Vom anfänglichen Außenhandelskaufmann tendierte ich nun zum Industriekaufmann, da dieser nicht nur abwechslungsreicher, sondern vor allem auch anspruchsvoller ist. Das sind zwei Kriterien, die für mich enorme Bedeutung haben, da ich als Abiturient und Studienabbrecher sonst zu stark unterfordert wäre und dies ist sicherlich auch nicht immer von Vorteil.
Bevor ich es vergesse, es gibt etwas, was nicht jeder sonderlich mag, wenn wir mit den Joblingen unterwegs sind. Die Namensschilder. Überall müssen wir die besagten Schildchen tragen, damit man uns direkt identifizieren kann.
Auf dem Aktionstag hatte ich damit allerdings positive Erfahrungen gemacht, da mich Frau Fiedler später darauf aufmerksam machte, dass sie an dem Tag häufiger von den Betrieben meinen Namen zu hören bekam. Hat also doch einen Vorteil.
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